die ähren wiegen im wind
wie von zauberhand geleitet
verneigen sich aufrichtig
glätten sanft meine inneren wogen.
dunkel dämmert es der sonnenglut
sieht sie die wolkenhüte ziehen
lila leuchtend über zirbenwipfel
dem berggipfel seine baumkrone.
tagein tagaus am wendepunkt
thronen trunken mit triumph
die wächterinnen der wonne.
tauchen ein ins abendrot
um sich morgen rot zu färben.
Montag, 15. Juni 2020
Donnerstag, 26. März 2020
heimgesucht
wehe dem weckerlosen wach werden,
bergwände glühend gold sich färben.
früh stück für stück
im früchte tragenden glück.
dem freien geist ein gedanke entflieht,
zügiger einzug ins rückzugsgebiet.
prallgefüllt die büchse prunkt,
entspannt sich der pandora-punkt.
sträub dich doch nicht, nackenhaar!
weich der augenblick des adlers war,
glitt sanft dahin durch wolkenschwaden.
gewillt, die welt auf händen zu tragen.
so zieht sie nicht an uns vorbei,
erklärt uns schlicht zu vogelfrei.
versucht, uns vergessenem zu verschreiben,
ausschwärmen und dennoch im anflug bleiben.
kehrst du zurück in die einkehr,
kehrst du wohl kaum vor deiner tür.
denn heimkehrer kommen keine mehr,
dir dankend, nicht wissend wofür.
Montag, 23. März 2020
la stagione dei rimorsi
cosa fai se
non hai una forte inclinazione per la vita domestica?
sottometterti?
non permetterti più niente
tranne il
merito del grande biedermeier?
anche fuori
casa sei rinchiusa
ogni passo
richiede una scusa.
le spalle
chinate, la testa abbassata
dalla pozza
ti fissa una faccia cacciata
condannata
ti senti in mezzo alla strada.
la coscienza
sporca ti corre dietro.
risparmiata
tu non sei, solo sola
col tuo
proprio senso ti moralità.
i fogli
delle multe scadono, scompaiono.
sono le
foglie secche che cadono
e coprono la
terra con cautela.
la foresta
sola ti lascia sta’
con tutti
gli onori e suoni.
ti tolgono
la coscienza pulita.
il soggiorno
sciolto invece
non te lo
tolgono mai.
Sonntag, 22. März 2020
la lentezza allungata
il mondo al momento
chiuso nel guscio.
né memorie solari
né momenti sognati
chiedono permesso.
prima la lumaca è stata troppo troppo lenta.
il corridore d'ieri si muta nel pedone d'oggi.
i piaceri nascosti fioriscono
nel rallenamento lungamente atteso.
i sentimenti soffocati spuntano
nel campo del tempo eterno.
guardati mentre stai crescendo!
girati al lato soleggiato! -
con la lentezza dei girasoli.
mentre man mano
la fiamma minuscola
ti riscalderà.
Freitag, 20. März 2020
Was du dir niemals erträumt hättest...
Ich wollte sie
überraschen. An einem Ort, wo sie niemals damit rechnen würde. 2616m über dem
Meeresspiegel. Ich wusste, dass sie hier in den Bergen unterwegs war. Leider
ohne mich, denn ich hatte Dienst. Wir sahen uns sehr selten. Umso vehementer
versuchte ich, doch noch einen Weg zu finden, um sie treffen zu können. Ich
ließ keinen Stein auf dem anderen. Die eine Arbeitskollegin bat ich, eine
Stunde früher gehen zu dürfen. Meine Kollegin am Folgetag fragte ich, ob wir
die Schichten tauschen könnten. Es handle sich um eine außergewöhnliche
Überraschung, erklärte ich ihnen. In meinen Rucksack packte ich
Hüttenschlafsack, Handtuch und Wechselzeug, damit ich am nächsten Tag wieder
direkt in die Arbeit kommen konnte. Nun musste ich nur noch sicherstellen, dass
sie ohne Zwischenfälle durchgekommen war und am Abend die Zielhütte erreichte.
Ich kannte den Höhenweg und rief bei der vorigen Station an, um dem Hüttenwirt
einen kurzen Steckbrief durchzugeben: Ihre Haare blond mit leichtem
Rotschimmer, ihre Erscheinung angenehm und unaufdringlich. Aja! – Und sie
spricht mit deutschem Akzent. Der junge Wirt erinnerte sich, eine Zigarette mit
ihr gewuzelt zu haben, und versicherte mir, dass sie heute zeitig in der Früh
Richtung Glungezer losmarschiert war.
Mein Arbeitstag verging wie im Flug. In Gedanken war ich bereits bei meinem anschließenden Radwander-Abenteuer. Ich motivierte eine gute Freundin, mich auf der ersten Etappe mit dem Mountainbike zu begleiten. Im Mittelgebirge angekommen, spürten wir die ersten Regentropfen, gefolgt von sanftem Donnergrollen. Tief im Inneren wusste ich, auch das Wetter würde noch mitspielen – es musste einfach so sein! Aufgelockert durch gute Gespräche, fiel uns das Pedalieren durch die drückende Schwüle, auf dem steilen Pfad nur halb so schwer. In der Abendstunde erreichten wir die von Zirben umrahmte Hochebene am Fuße des Patscher Kofels. Wir belohnten uns mit einer genüsslichen Jause, bevor ich den Aufstieg alleine fortsetzte.
Wie von Zauberhand geleitet, bewegte ich mich im Auge des Sturms. Rundum bedrohlich-düstere Wolkentürme, genau über mir ein schützend-blaues Himmelseck. Am Grat angelangt, wurde ich Zeugin eines magischen Dämmerungsspektakels. Inmitten der dicken Gewitterdecke tat sich eine tiefrote Raute auf. Die indirekte Sonne tauchte die Bergketten in ein anmutiges Licht.
Irgendwann konnte ich die giftgrünen Flechten auf den Steinplatten, die mich an eine Landkarte erinnerten, nicht mehr ausmachen. Zeit, die Stirnlampe auszupacken. Ich genoss die absolute Stille; diese Gewissheit, niemandem zu begegnen, alleine in den Bergen zu sein. Ein hektisches Klingeln ließ mich aufschrecken. Mit einer schnellen Kopfbewegung ließ ich den Scheinwerfer über die Bergwiesen gleiten. Elf neongelbe Augenpaare starrten mich verdutzt an. Die Wächterinnen der alpinen Nächte.
Bei jedem einzelnen Tritt in Richtung Hütte stieg meine Nervosität. Vor meinem inneren Auge eröffnete sich eine Szene wie im Film: Ich nähere mich ihr mit Gemach. Die Gäste ringsum in der Stube richten den Blick neugierig auf mich, bis auch sie sich schließlich zu mir umdreht. Ihre Augen glänzen vor Verwunderung. Mit aufgeregter Stimme, die sich nahezu überschlägt, ruft sie meinen Namen. Wir umarmen uns innig, während die umliegenden Tische in meiner Wahrnehmung verblassen. Doch dann meldet sich die Ratio zu Wort und verdrängt die verträumte Szene von der Bildfläche. Was, wenn sie schon schläft? Sie ist bereits mehrere Tage in Folge unterwegs und bestimmt erschöpft. Wecke ich sie auf? Oder warte ich, bis sie mich in der Früh bemerkt?
Noch eine Kurve... Mein Herz pumperte heftig und dies nicht wegen der Höhenluft. Ich atmete noch einmal tief ein, bevor ich mich in die Berghütte begab und mit Bedacht die Gaststube betrat. Mein Blick streifte umher, doch von ihr keine Spur. Etwas zögerlich wandte ich mich an den Hüttenwirt, der mich auf das Biwak verwies. Ich hätte Glück, eines der sechs Betten war noch frei.
Majestätisch stand sie da, die Metallkuppel mit der durchsichtigen Decke. Ich blickte nach oben. Die Nacht war sternenklar. Auf Zehenspitzen schlich ich, so gut es ging, die Eisenstiege empor und öffnete leise die Tür. Noch waren die Betten leer, nur eines nicht. Ruhig lag sie da. Ihr Brustkorb, der sich langsam hob und senkte. Ein Laut nur, eine Berührung, doch ich wartete gebannt. Soll ich es wagen? Flüstern? Sie sanft wachrütteln? Prompt machte ich kehrt. Ich brauchte Zeit. Suchte einen Vorwand und ging zurück in die Hütte, um meine Übernachtung zu bezahlen. „Komm, weck sie auf! Setzt euch doch noch herüber in die Stube auf ein Bier!“
Noch immer unschlüssig näherte ich mich abermals dem Biwak. Ich öffnete die Tür, trat ein und vernahm ein leises Rascheln. Sie drehte sich um!
Mein Arbeitstag verging wie im Flug. In Gedanken war ich bereits bei meinem anschließenden Radwander-Abenteuer. Ich motivierte eine gute Freundin, mich auf der ersten Etappe mit dem Mountainbike zu begleiten. Im Mittelgebirge angekommen, spürten wir die ersten Regentropfen, gefolgt von sanftem Donnergrollen. Tief im Inneren wusste ich, auch das Wetter würde noch mitspielen – es musste einfach so sein! Aufgelockert durch gute Gespräche, fiel uns das Pedalieren durch die drückende Schwüle, auf dem steilen Pfad nur halb so schwer. In der Abendstunde erreichten wir die von Zirben umrahmte Hochebene am Fuße des Patscher Kofels. Wir belohnten uns mit einer genüsslichen Jause, bevor ich den Aufstieg alleine fortsetzte.
Wie von Zauberhand geleitet, bewegte ich mich im Auge des Sturms. Rundum bedrohlich-düstere Wolkentürme, genau über mir ein schützend-blaues Himmelseck. Am Grat angelangt, wurde ich Zeugin eines magischen Dämmerungsspektakels. Inmitten der dicken Gewitterdecke tat sich eine tiefrote Raute auf. Die indirekte Sonne tauchte die Bergketten in ein anmutiges Licht.
Irgendwann konnte ich die giftgrünen Flechten auf den Steinplatten, die mich an eine Landkarte erinnerten, nicht mehr ausmachen. Zeit, die Stirnlampe auszupacken. Ich genoss die absolute Stille; diese Gewissheit, niemandem zu begegnen, alleine in den Bergen zu sein. Ein hektisches Klingeln ließ mich aufschrecken. Mit einer schnellen Kopfbewegung ließ ich den Scheinwerfer über die Bergwiesen gleiten. Elf neongelbe Augenpaare starrten mich verdutzt an. Die Wächterinnen der alpinen Nächte.
Bei jedem einzelnen Tritt in Richtung Hütte stieg meine Nervosität. Vor meinem inneren Auge eröffnete sich eine Szene wie im Film: Ich nähere mich ihr mit Gemach. Die Gäste ringsum in der Stube richten den Blick neugierig auf mich, bis auch sie sich schließlich zu mir umdreht. Ihre Augen glänzen vor Verwunderung. Mit aufgeregter Stimme, die sich nahezu überschlägt, ruft sie meinen Namen. Wir umarmen uns innig, während die umliegenden Tische in meiner Wahrnehmung verblassen. Doch dann meldet sich die Ratio zu Wort und verdrängt die verträumte Szene von der Bildfläche. Was, wenn sie schon schläft? Sie ist bereits mehrere Tage in Folge unterwegs und bestimmt erschöpft. Wecke ich sie auf? Oder warte ich, bis sie mich in der Früh bemerkt?
Noch eine Kurve... Mein Herz pumperte heftig und dies nicht wegen der Höhenluft. Ich atmete noch einmal tief ein, bevor ich mich in die Berghütte begab und mit Bedacht die Gaststube betrat. Mein Blick streifte umher, doch von ihr keine Spur. Etwas zögerlich wandte ich mich an den Hüttenwirt, der mich auf das Biwak verwies. Ich hätte Glück, eines der sechs Betten war noch frei.
Majestätisch stand sie da, die Metallkuppel mit der durchsichtigen Decke. Ich blickte nach oben. Die Nacht war sternenklar. Auf Zehenspitzen schlich ich, so gut es ging, die Eisenstiege empor und öffnete leise die Tür. Noch waren die Betten leer, nur eines nicht. Ruhig lag sie da. Ihr Brustkorb, der sich langsam hob und senkte. Ein Laut nur, eine Berührung, doch ich wartete gebannt. Soll ich es wagen? Flüstern? Sie sanft wachrütteln? Prompt machte ich kehrt. Ich brauchte Zeit. Suchte einen Vorwand und ging zurück in die Hütte, um meine Übernachtung zu bezahlen. „Komm, weck sie auf! Setzt euch doch noch herüber in die Stube auf ein Bier!“
Noch immer unschlüssig näherte ich mich abermals dem Biwak. Ich öffnete die Tür, trat ein und vernahm ein leises Rascheln. Sie drehte sich um!
kronenzeit
setz dir auf, setz dich hinauf in die baumkrone.
hörst du die natur erwachen?
mensch, nimm dich doch zurück!
lass der erde ihren lauf.
haufenwolken, frischluft.
häuf nicht so viel frischobst.
herrchen, räum auf das frische häufchen!
haufenweise klopapier - natürlich!
mit frischeduft wie der duftbaum
fähig, menschenhaufen zu zerstäuben?!
Samstag, 30. November 2019
sotto la pelle
spensierato ho pensato
a niente tranne
...
...
il suono folcloristico
mi ammantava
interioramente
si affollava
proprio con te
mi sentivo vivo
questo timbro tuo
affettuosamente
affettuosamente
mi riempiva tanto
Montag, 29. Juli 2019
la lucciola
zigzag -
zigzag - zigzag.
la stella terrestre si accende
seguendola pretende
di non esisteva mai.
smarrita nel bosco buio
balli fra le rame
e se te lo senti
brilli - dipingi -
vernici la notte
col ballo della libertà.
cosi caldo
il lumino tuo
che carrezza
il cuore
mio.
non voglio prendere
lucciole per laterne!
zigzag - zigzag.
la stella terrestre si accende
seguendola pretende
di non esisteva mai.
smarrita nel bosco buio
balli fra le rame
e se te lo senti
brilli - dipingi -
vernici la notte
col ballo della libertà.
cosi caldo
il lumino tuo
che carrezza
il cuore
mio.
non voglio prendere
lucciole per laterne!
Montag, 15. April 2019
la gatta incantata
tiptoes in silence...
si allunga
la schiena
dritta
piegata
la regina discreta
guarda sotto sui cani
si muove elegantemente
senza perdere troppe parole
gracile e forte
è più furba di tutti
derivando da un mondo
con castelli e principesse
adora la notte sacra
con un sorriso segreto
la luce
la nasconde
dentro l'anima
una lettera muta?
H haucht es
aus ihrem Mund
svegliando una lettera
che a volte non si sente
H huscht
über ihre Lippen in mein Ohr
himmlisch und höllisch
non è mai zitta
questa lettera
un ritornello nel mio cervello
un campanello? meglio
una sveglia selvaggia
il respiro del suono
seduttiva più che brava
come Clara
Dein H hat
sich mir eingebrannt
già irresistibile
mai invisibile
aus ihrem Mund
svegliando una lettera
che a volte non si sente
H huscht
über ihre Lippen in mein Ohr
himmlisch und höllisch
non è mai zitta
questa lettera
un ritornello nel mio cervello
un campanello? meglio
una sveglia selvaggia
il respiro del suono
seduttiva più che brava
come Clara
Dein H hat
sich mir eingebrannt
già irresistibile
mai invisibile
il dolce clandestino
sei saltato nella mia scatola armonica
senza chiedere permesso
senza fare pressione
il muro soffia un'aura magica
avvicinandosi nel buio
sto cedendo alla resistenza
mi salvasse solamente
il mare infinito
ci vai con me?
la facella
sei il mio fiammifero
mi hai acceso, compreso
ti ho atteso
riesci a infiammare
ogni singolo momento
riesci a tranquillizzarmi
nondimeno rimestarmi
sei il mio fiammifero
ti prego ti non ridurci mai
in cenere.
un approccio cauto
ti pitturavano gli occhi intimi
lo sguardo morbido seguiva le tue linee soavi
le labbra tentano di toccare la candida pelle della schiena
come se fossero un pennello sottile
il braccio si trasforma in una fantasia favolosa
le linee lievi diventano tracce sensitive lassù
creatore e tela
l'una per l'altra
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